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Praxis für Mediation Dipl.-Päd. Marion Langer, Mediatorin
Heckenweg 22, 53229 Bonn, Tel. 0228-44667200

 

                                             Der Mensch hat nicht die Zeit, sein halbes Leben mit
                                                                                         Streiterein zu vergeuden.

                                                                                                                Abraham Lincoln

                                      

Streit in Beziehungen ist "normal" und tritt dann auf, wenn die Bedürfnisse verschieden sind oder die Meinungen auseinander gehen. In der Regel werden die Konflikte in einer Beziehung einvernehmlich gelöst.

Lassen sich Konflikte nicht mehr lösen, z.B. nach einer Trennung, einer Scheidung, im Erbfall, ist es meist sinnvoll, einen unparteiischen Dritten als Vermittler hinzuzuziehen. Er unterstützt die Parteien beim Finden einer gemeinsamen Lösung.

Die erste in der Geschichte bekannte Vermittlung durch einen Dritten war die Einigung im westfälischen Frieden 1648, bei dem der Kölner Nuntius Fabio Chigi und der venzianische Diplomat Alvise Contarini als Vermittler (Mediatoren) berufen wurden. Bereits damals wurden die Grundprinzipien der Mediation: Unparteilichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit, Verschwiegenheit, die bis heute gelten, eingeführt.

Neben einer Mediation gibt es noch die Möglichkeit, einen Konflikt in einem Gerichtsverfahren zu klären. Eine gerichtliche Auseinandersetzung hat den Vorteil, das man nicht selbst entscheiden muss. Eine "höhere Instanz", ein Richter, entscheidet. Und man muss sich nicht persönlich mit dem anderen, der jetzt auch offiziell zum "Gegner" geworden ist, auseinandersetzen. Dies übernehmen Anwälte. Ein gesprochenes Urteil kann auch gegen den Willen des anderen durchgesetzt werden, z.B. durch den Gerichtsvollzieher.

Nachteile: Hohe, oft zu Beginn nicht überschaubare Kosten für Anwälte, Gericht und eventuell Gutachter (in Sorgerechtsverfahren). Unüberschaubar sind die Kosten, weil ein Urteil immer wieder angefochten werden kann (bis zu drei Mal). Ein gerichtliches Verfahren zieht sich oft in die Länge. Eine endgültige Lösung des Konfliktes wird häufig nicht erreicht. Eine Partei ist immer der "Verlierer". Und der verhält in der Regel weder "fair" noch "sportlich". Der Rosenkrieg zieht sich in die Länge. Oft werden neue Partnerschaften massiv durch die "Altlasten" belastet. Ein verträglicher Kontakt der ehemaligen Partner ist oft unmöglich, weil jeder verlorene Prozess das Feuer im "Ofen des Hasses" beim Verlierer anfeuert.

Mediation hat das Ziel, Lösungen zu erarbeiten, die "beiden zusagen", mit denen beide (gut) leben können. Es werden keine oberflächlichen oder schnellen Kompromisse angestrebt, sondern eine Lösung, die auch in der Zukunft den Kontakt miteinander, z.B. bei der Übergabe der Kinder, erträglich macht.

Mediation ist ein Verfahren zur außergerichtlichen Streitschlichtung. Ziel ist, eine für beide Seiten verbindliche Lösung gemeinsam zu erarbeiten, mit der beide zufrieden sind. Im Fach-Jargon wird dies als "Win-Win-Situation" bezeichnet. Gemeint ist eine Lösung, bei der beide als Gewinner hervorgehen.

In den USA ist Mediation bereits ein übliches, anerkanntes erprobtes Verfahren um faire Einigungen in Trennungen (aber auch in anderen Konfliktsituationen) zu erzielen. Auch bei uns setzt sich Mediation erst jetzt immer mehr durch.


 


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